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ANTENNEN IN DAS REICH DER TOTEN?


Antennen- oder Halbmondgräber sind neben den Rundgräbern die am weitesten verbreitete Grabform in der Sahara. Es gibt sie in sehr unterschiedlichen Formen, die jedoch eines gemeinsam haben: Von einer zentralen Grabkammer breiten sich nach zwei Seiten Arme aus, die wie Antennen aussehen. Die beiden Hauptformen sind die sogenannte "V-Antenne" und der "Croissant"(Halbmond). Daneben gibt es auch noch einige Variationen und Mischformen dieser beiden Grundtypen. Das Verbreitungsgebiet reicht von Niger im Südosten bis zur Atlantik-Küste von Marokko, im Nordwesten. Die Datierung einiger Antennen des V-Typs ergab ein Alter zwischen 3.000 und 4.000 Jahren. Die Croissants sind den Messungen zufolge zwischen 4.000 und 6.000 Jahre alt

Darüber hinaus ist über diese Monumente scheinbar nicht viel mehr bekannt. Entstammen die unterschiedlichen Formen der Antennengräber alle der gleichen Entwicklungslinie oder entstanden sie an mehreren Stellen unabhängig voneinander? Könnte ein einziges neolithisches Hirten- oder Nomadenvolk diese Monumente über eine so große Landfläche verbreitet haben oder waren hier unterschiedliche Völker und Kulturen am Werk? Viele Fragen, auf die es bis heute von der Archäologie noch sehr wenig Antworten gibt.

Images courtesy of Google Earth™

Zum selbstanfliegen von über 1.100 Antennengräbern, hier die KMZ-Datei >



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