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Archaeologie Bemerkenswelt :: JEMEN :: Kites
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Kites im Jemen:


LOGISTIKCENTER DER
KÖNIGIN VON SABA?

Im Süden der Arabischen Halbinsel fallen bei der Stadt Ma'rib, ca. 100 km östlich der Jemenitischen Hauptstadt Sanaa, einige trichterförmige Kite-Strukturen ins Auge, die sich in ihrem Aufbau jedoch grundlegend von anderen Kites unterscheiden. Mit einer Länge von gerade mal 120 bis 130 m sind diese Gebilde sehr kurz und kompakt. Außerdem führen hier die beiden Leitzäune nicht auf ein Fanggehege oder eine Fallgrube zu, sondern enden in einer kurzen parallelen Verengung, an deren linker Seite sich so etwas wie offene "Boxen" befinden.

Wenn sich am Ende des Trichters keine tödliche Falle befindet, könnte es dann sein, dass diese Kites nicht der Jagd, sondern der Herden-Wirtschaft dienten? Vielleicht spielten sie eine Rolle bei der Domestizierung des bis dahin wilden Dromedars, die in dieser Region stattgefunden haben soll. Wurden hier vielleicht frei weidende Dromedare zusammengetrieben und am Ende einzeln in die seitlichen Boxen geleitet und dort fixiert um sie zu melken, zu scheren oder ihnen Zaumzeug anzulegen?

Images courtesy of Google Earth™

Ma'rib, der Ort vor dessen Toren sich diese Kites befinden, war vor rund dreitausend Jahren die glanzvolle Hauptstadt, des antiken Königreichs von Saba. Hier war der Ausgangspunkt der berühmten "Weihrauchstraße", über die viele Jahrhunderte lang endlose Karawanen Kostbarkeiten wie Weihrauch, Myrrhe, Gewürze und Edelsteine ans Mittelmeer und bis nach Damaskus brachten.

Könnten diese ungewöhnlichen Kites mit der Weihrauchstraße in Verbindung stehen? Was, wenn hier die Dromedare für ihren langen Marsch vorbereitet wurden, oder dies gar die Packstationen der Antike waren? Die Boxen am Ende jedes Kites eignen sich hervorragend um dort mehrere Tiere anzubinden und sie dann aus der Zwischenbox bequem von der Seite zu beladen.


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